die Linde
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Die MĂŒhlenlinde Linde 1k

Vor einst vielen Jahren wurde aus bis heute unbekanntem Anlass eine Sommerlinde an der Hanfreibe gepflanzt. Das GebĂ€ude erfuhr ĂŒber die Jahrhunderte verschiedene Nutzungen. Durch diverse Funde bei der Restaurierung 2011 liegt die Vermutung nahe, daß dieses GebĂ€ude, um 1700 erbaut, damals als GetreidemĂŒhle genutzt wurde. Um 1800 ging daraus in der Rokoko- und Barockzeit die GipsmĂŒhle hervor. SpĂ€ter wurde daraus die Hanfreibe und dann um 1883 eine  Koks- und KohlelagerstĂ€tte fĂŒr die Dampfmaschine der MĂŒhle.

In welchem Jahr die Urlinde gepflanzt wurde, lĂ€sst sich nicht mehr nachverfolgen. Bis etwa  um 1800 können Überlieferungen nachvollzogen werden. Es wĂ€re möglich, dass die Linde damals zur Einweihung der GipsmĂŒhle ihren Platz fand.

Im Jahre -----  wurde sie von einem starken Blitz getroffen und brannte teilweise aus. Am historischen DachgebĂ€lk wurden einige durch Blitzschlag hervorgerufene Brandstellen entdeckt. Diese verteilen sich ĂŒber ca.15mÂČ DachflĂ€che. Aus einem Seitenspross erwuchs eine doppelstĂ€mmige Tochterpflanze, welche 1987 bei einem Sturm einen Stamm verlor. Der verbliebene Teil bildete  einen Seitenspross .Wie bei allen Lebewesen lĂ€uft es auch nicht bei jeder Linde im Leben perfekt. So ist bei dem ĂŒberlebenden Teil  in den letzten Jahren ein Pilz in den Wurzelraum eingedrungen und hat der Pflanze stark zugesetzt. Durch den Befall waren Anfang 2012 dreiviertel der Kapillaren des Stammumfangs bereits ausgetrocknet.

In den letzten fĂŒnf Jahren nahm die Dichte ihres BlĂ€tterdachs stĂ€ndig ab. Abgestorbene Äste bildeten sich, und der Anteil an Misteln weitete sich stark aus.

Letztlich war die StabilitĂ€t der Linde nicht mehr einschĂ€tzbar, weswegen sie im MĂ€rz 2012 gefĂ€llt werden musste. Nutzbares Holz kam ins SĂ€gewerk und dann zum Trocknen ins Holzlager. Hier stellte sich heraus, dass der Stamm in seinem Inneren in etwa vier Meter Höhe eine zwei Eimer große Faulstelle aufwies. An diesem Teil trug nur noch ein ca. 10cm breiter Ring aus intaktem Holz das gesamte Kronwerk. Dies war  von außen nicht erkennbar und barg Gefahren in sich.

Beim FĂ€llen wurde besonders darauf geachtet, daß der Seitenspross nicht beschĂ€digt wurde und sozusagen als Enkelkind wieder zu einem stattlichen Lindenbaum heran wachsen kann.

Linde 2kUnsere Linde war mit Ihren 81 Jahren noch im Kindesalter. Im Allgemeinen gilt, dass Linden ca.300 Jahre und bis zu 40 Meter hoch wachsen können. Sie entfalten ein sehr breites und dichtes Kronwerk. Weitere 300 Jahre bilden sie dann ein verringertes Breitenwachstum und nach ca.300 Jahre sterben sie. Über diese Zeit entstehen in sehr beeindruckender Weise mĂ€chtige und zum Teil bizarre Baumformen. Es gibt in Deutschland noch wenige Exemplare, welche ein Alter von 800-1100 Jahren erreicht haben.

Auch heilende KrĂ€fte in Form von LindenblĂŒtentee werden ihr zugesagt.

In der BlĂŒtezeit wird sie mit ihrem honigsĂŒĂŸen Duft zum regelrechten Nasenschmaus.

Ihr Holz ist fĂŒr feine Schnitz- und Drechselarbeiten wie z.B. fĂŒr Schatullen,Verzierungen und im Modellbau verwendbar. Als beliebte, eiweißreiche Nahrung fĂŒr die Nachkommen des Buchdruckers (Holzwurm) ist das Holz fĂŒr den Außenbereich nicht geeignet.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel in der BNN vom 12.03.2012 .

Jetzt kommt die in neuem Glanz erstrahlende Hanfreibe voll zur Geltung und verschönert das Eingangsbild der WaldmĂŒhle.

Hanfreibe neu 1k

 

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