Der Abriss

Diese Arbeit hat uns die meiste Überwindung gekostet.
Zuerst das Gerüst vom Bach bis zum Dach mit einer kleinen Seilbahn für den anfallenden Ziegelschutt.

 

 

 

 

Im Dach haben sich andere Anforderungen aufgetan. Hier war Erbsen zählen angesagt. Irgendwo da drin verteilt haben vielleicht historische Dokumente und Gegenstände den Brand überstanden. Diese müssen wegen hohen Temperaturen, Löschwassereinwirkung und ungünstiger Lage in wenigen Tagen geborgen sein.

 

 

 

 

Ebenso müssen die restlichen Ziegel vorsichtig entfernt werden. Ganze gibt es kaum. Sie zerfallen beim Antippen in zig Teile.

 

 

 

 

Und immer wieder absichern, trennen, was eben noch so in den Entsorgungs-richtlinien steht.

 

 

 

 

 

Fast unbemerkt kommt immer wieder Staunen darüber auf, wie stabil das Gebälk nach so langer Brandeinwirkung doch noch ist.

 

 

 

 

 

Der vorerst letzte Container…. Weit über 20 Tonnen wurden nach und nach aus dem Brandgut und Schutt aussortiert. Darunter erstaunlich viele historische Dokumente und Gegenstände.

 

 

Mitten aus gewachsenen Strukturen herausgerissen, wäre es keine gute Idee die lange Geschichte dieser Mühle einer Zäsur im Zeitgeist des absoluten Ratio zu unterziehen (weg ist für immer weg).
Ihr Erhalt als besonderes Unikat ihrer Art sollte hier Vorrang haben.

 

 

 

 

Eine provisorische Dachhaut gibt etwas Zeit zur Planung und zum Trocknen der Wände und Decken, sowie Möglichkeit zur Vorarbeit über den Winter.

 

 

 

 

 

 

In den Vorbereitungen für den Dachabriss müssen die hohen Giebelwände und Kamine gesichert bzw. abgebaut werden.

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Fall konnte der Kamin in große Stücke aufgeteilt und zwischengelagert werden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einer der spannenden Tage. Der Dachstuhl muss dem neuen weichen. Um die Arbeiten möglichst sicher zu gestalten haben wir uns dazu entschlossen, mit dem Kran große Stücke herauszunehmen, um sie dann auf dem Boden ganz zu zerlegen.

 

 

 

Die Dachgaube,
zwei Jahre zuvor restauriert, zeigte beim Abtragen großen Überlebenswillen.

 

 

 

 

 

 

Nach und nach zeigen sich erste Erfolge……
doch am Boden……das zeig ich lieber nicht……
türmt es sich noch Meter hoch – und kein Ende in Sicht.

 

 

 

 

 

 

Abriss – alles muss raus!

 

 

 

 

Erstaunlich hartnäckig und zäh erweisen sich die unteren Sparren und Dachlatten.

 

 

 

 

 

 

. . . Abriss . . .

 

 

 

Endlich alles weg und wasserdicht….. Leider kam eine Stunde vor dem Aufbringen der Plane noch ein heftiger Platzregen.
Auf bei Sonne – zu bei Regen, das war die Lieblings-beschäftigung für einige Wochen.

Die Ausdauer des Turmfalkenpaares spiegelt unseren Ehrgeiz wieder. Der Katastrophe zum Trotz bezogen Sie ihre seit Jahren bevorzugte Brutstätte im Mühlengiebel noch während des Abbruchs und brüten derzeit wieder (7 Eier).