Der Brand

13. Mai 2005 ca. 4.00 Uhr

In einem Zimmer entsteht aus noch unbekanntem Grund erst ein Schwelbrand, dann ein Feuer. Aus dem Schlaf erwacht können sich die Bewohner noch rechtzeitig aus der Gefahrenbereich retten. Während vergeblicher Löschversuche trifft die Feuerwehr rechtzeitig ein. Nach Einschätzen der Lage beginnen die Löscharbeiten.

 

 

Der Rauch hat sich inzwischen bis in die Dachgeschosse verteilt.
Eine Verpuffung der großen Masse unverbrannter Gase droht.
Im Inneren müssen sich Löschtrupp´s zurückziehen.
Ein großflächiges Knistern in den Dachziegeln ist zu hören.

 

Einige tausend kleine Ziegelsplitter prasseln in den Hof.
Flammen schlagen jetzt auch aus dem Dach. Ca. 4.45Uhr.
Die Hoffnung das Dach mit der Mühlentechnik und den Ausstellungs-gegenständen noch zu retten schwindet.

 

 

 

Immer mehr Feuerwehrzüge incl. Drehleiter sind inzwischen eingetroffen.
Am Ende werden es ca. 80 Einsatzkräfte samt Rettungsdienst des DRK sein. Auch die Bewohner werden zwischenzeitlich Medizinisch versorgt.
Die ungeheure Hitze entfacht den Brand binnen weniger Minuten um das Vielfache. Sorgen um die Halle im Erdgeschoss machen sich bereit.

 


Bis zu 6.000 Liter Wasser pro Minute wurden zeitweise durch die Löschschläuche gejagt.
Es gilt jetzt noch intaktes Holz und Technik zu retten Löschschäden spielen inzwischen keine Rolle mehr.

 

 

 

 

Dank der Drehleiter und Wärmebildkamera konnten die starken Brände gezielt unter Kontrolle gebracht werden.
Ein glücklicher Umstand war die Wassermenge in der Pfinz, da der Hydrant nicht ausgereicht hätte.

 

 

 

 

 

Von allen Seiten wurde Wasser durch die Fenster und Löcher im Dach, zum Auskühlen der Brandstelle gepumpt.

 

 

 

 

 

Ein düsterer und zugleich eindrucksvoller Anblick bietet die Kulisse über den Mühlenteich.
Keine Vögel, Enten, Katzen und was da sonst normalerweise rumschwirrt.
Selbst das Wasserrauschen verliert sich im Löschgetümmel.

 

 

 

 

 

Gegen 7°° Uhr wird es etwas ruhiger, mit dem Nachlassen der Schwaden zeigt sich allmählich das Ergebnis im Wettlauf zwischen Feuer und Feuerwehr

 

 

 

 

Während die Sonne langsam dem Geschehen eine andere Farbe gibt, jagen Löschtrupps im Innern immer noch Glutnester.

 

 

Nach und nach läuft ein anhaltender Schwall Löschwasser zur Mühlentür heraus und versammelt sich müde im Hof.
Vom Schlauchsalat bis zur erschöpften Einsatzkraft zeigt sich das Engagement der Mannschaft.

 

 

 

 

Rund vier Stunden war das Feuer zugange und dennoch ist das Dach nicht eingestürzt.

 

 

 

Ein Drama ganz anderer Art!

Seit Jahren hat das Turmfalkenpaar ein zuverlässiges Zuhause in der Mühle. Das Nest wurde vom VVND mit Kamera und Funkübertragung zur Schule und ins Naturschutzzentrum ausgestattet, war mit fünf noch nicht flugfähigen Turmfalkenjungen belegt. Keines hat den Brand überlebt. Sie wurden von mitfühlenden Menschen auf der Insel begraben.

 

 

Eine seltsame Kulisse beim Besichtigen der Brandreste.

 

 

 

 


Deftige Handwerkarbeiten nehmen ihren letzten Weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch viele Gegenstände aus Technik und Alltag der letzten 300 Jahre wurden vernichtet oder stark beschädigt.
Nur ab und zu findet sich in kleinen Nischen noch unversehrtes Kulturgut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles eingepackt, alle sind fort.

10.30 Uhr
Was ist noch intakt, wie groß der Schaden, die vielen Menschen, die lange Zeit der Reparaturen, alle die sich gefreut haben, dass es so etwas hier noch gibt, was ist mit dem Mühlentag in drei Tagen, so viele Vorbereitungen, fast nichts davon übrig, viele Fragen, wo sind die Antworten?