Flaschenpost

Die Flaschenpost (ist da!)

Seit es die Schifffahrt gibt, gibt es keine Flaschenpost.
Erst als auch die Flasche erfunden wurde gab es die Möglichkeit diese für einen anderen Zweck als den des Vorratsbehälters zu nutzen. Es war wohl die Not eines oder vieler Menschen, vielleicht Seefahrer welche auf einer abgelegenen Insel gestrandet waren, aus einer Flasche eine Art Notsignal zu machen. Das nutzte aber nur, wenn auch Längen und Breitengrade auf dem Zettel in der Flasche standen. So wie das Datum, wenigstens so in etwa. Nur so konnte ein Kapitän den winzigen Punkt auf dem großen Meer wieder finden.
In früheren Zeiten, vor Jahrhunderten fuhren viel weniger Schiffe über die Meere. Sie waren oft mehr als ein Jahr unterwegs bis Sie wieder in den Heimathafen zurückkamen. Oft wurde eine Flaschenpost nach Jahren entdeckt, da konnte es durchaus sein dass der Schreiber schon längst auf seiner Insel verstorben war. Es wurde aber auch von Fällen berichtet, dass Gestrandete nach über 10 Jahren gerettet wurden. Auch in den letzten Jahrzehnten kam es zwar selten aber doch ein paar mal zu Rettungseinsätzen von Flaschenpostschreibern.
Heute wird Flaschenpost meistens aus Spaß in einen Fluss geworfen, so wie beim Luftballon welcher einen Zettel mit sich trägt damit der Finder diesen zurücksendet. Es gibt aber auch Menschen die Ihre Sorgen und Nöte aufschreiben und als Faschenpost ins Wasser werfen, in der Hoffnung der Finder kann Rat geben.
Auch die Pfinz trägt immer wieder mal eine Flaschenpost mit sich. Einige davon Stranden am Mühlwehr der Waldmühle. Es gibt vieles was da so auf der Autobahn der Natur angeschwemmt wird. Alle möglichen Wasserpflanzen, Schilf und Äste, ganze Baumstämme nach einem Sturm, Vogelnester vom Baum geweht. ertrunkene Tiere, Badesachen vom Schwimmbad, Tennisbälle, Quitscheentchen, Schlamm und Blüten, kleine Krebse, Blutegel, tote Fische, Enten und auch mal ein Reh, Autoreifen, Baumaterial und und …………………
Manchmal eben auch eine Flaschenpost, unter oft vielen Flaschen gar nicht so leicht zu erkennen.

Beim Sammeln habe ich festgestellt, dass die Absender ganz unterschiedliche Menschen sind.
Diese Flaschenpost vom Januar 2010 wurde besonders sorgfältig hergestellt. Stabile Flasche, deutliche Schrift, den Verschluss sogar mit Wachs versiegelt und ein Bändel an die Schriftrolle zum Herausziehen nach dem Öffnen. Allerdings wurde kein Wasserfester Stift verwendet (Bleistift, Kugelschreiber..) und der Bändel nicht vollständig mit Wachs getränkt, so dass er das Wasser allmählich in die Flasche geleitet hat.
Aber bis hierher hat Sie es geschafft.

Hier eine sehr rätselhafte.
Gefunden im Januar 2010.
Sie stammt von einem Jungen auf einer Griechischen Insel welcher vor seinen Eltern flüchtet………

Die Frage ist.“ Wie kommt die Flaschenpost vom Mittelmeer hier zu uns in die Pfinz?
(Scherzkeks)

Hier noch ein paar Beispiele ganz unterschiedlicher Flaschenpostfans.